Die Serie "Verspiegelte Fenster"

Mein aktueller Werkzyklus "Canterville" thematisiert die andere Seite des Erinnerns, die Spielarten des Verdrängens und Vergessens. Seit 2015 beschäftiget mich die Frage nach einer Aktualisierung künstlerischer Formen des Erinnerns. Ausgangspunkt hierfür war der künstlerische Nachlass meines Vaters Wolfgang Bierstedt, der abseits des offiziellen DDR-Kunstbetriebs gearbeitet hat. Es folgte eine Recherche zu Prozessen von Wahrnehmung und Erinnerung. Ich lese Zeitzeugenberichte, Biografien und historisch-aufarbeitende Texte zu den Produktionsbedingungen von Künstle*innen in der DDR.
Zur Serie gehören ebenso Malereien, wie Installationen und Videos, die für die Ausstellung "Kompliment" entstanden sind. Die Ausstellung habe ich 2015 in Zusammenarbeit mit der Kunsthistorikerin Claudia Beelitz im Danneil-Museum in Salzwedel realisiert.

Im Video "Standorte" von 2016 (17min) wird aus Dokumenten zitiert: aus Briefen, Zeitungsartikeln, Stasiprotokollen und den persönlichen Auszeichnungen Wolfgang Bierstedts. Der Text wurde von meiner Mutter Renate Bierstedt und der Schauspielerin Irmelin Krause eingesprochen.
Mit dem Video "Seite um Seite" (9min) von 2015 verschaffe ich einen Einblick in das Künstlertagebuch und Portfolio von Wolfgang Bierstedt.
Regie: Ina Bierstedt
Choreografie: Anna Gollwitzer
Darsteller: Dietrich Walther

Video Standorte

Video Seite um Seite

PDF Verspiegelte Fenster

www.wolfgangbierstedt.de


CAPRI

Für das Kunstprojekt CAPRI stehen momentan die Künstlerin und Autorin Bettina Carl und ich.
Wir initiieren Ausstellungen Berliner Künstler*innen in nationalen und internationalen Kunstinstitutionen und kuratieren diese in Kooperation mit den jeweiligen Institutionen.
Vergangene CAPRI- Projekte wurden vom Institut für Auslandsbeziehungen ifa eV. Stuttgart und dem Deutsch-Tschechischen-Zukunftsfonds gefördert.
Aktuell realisieren wir das Ausstellungsprojekt STREUFLÜSSE mit Berliner und tschechischen Künstler*innen für das Dum umeni Mesta Brna / Haus der Kunst der Stadt Brünn /Tschechische Republik. Diese Ausstellung wird vom Berliner Senat und vom Deutsch-Tschechischen-Zukunftsfonds gefördert.

Capri Projekt Berlin

Capri Projekt Berlin

Bis Oktober 2006 bestand CAPRI als nichtkommerzieller Projektraum in der Berliner Brunnenstraße und wurde 2001 von den Bettina Carl, Alena Meier und mir gegründet. CAPRI hat dort in 71 Ausstellungen Werke von internationalen Künstler*innen präsentiert. Das Projekt hat sich stets als Teil eines lokalen und internationalen Netzwerks verstanden, aus dem sich eine Vielzahl von Kooperationen mit Partnerprojekten, u.a. in Paris, Amsterdam und Auckland (NZ) ergeben haben. Diese Projekte wurden u.a. durch die Senatsverwaltungung für Wissenschaft, Forschung und Kultur Berlin und durch das Goethe Institut Inter Nationes gefördert.

Mehr Informationen unter : www.capri-berlin.de